Einbruchszahlen 2025: alle Städte und Regionen im Überblick
Wohnungseinbrüche in 29 Städten und Regionen, verglichen nach Fallzahl, Belastung, Versuchsanteil und Aufklärung
Die Polizei veröffentlicht ihre Kriminalstatistik jedes Frühjahr, für jedes Bundesland getrennt und in anderen Tabellen. Diese Seite führt die Zahlen zum Wohnungseinbruch 2025 für alle Orte zusammen, in denen wir Einbruchspuren beseitigen. Jede Zahl stammt aus der Primärquelle, die Quellen stehen unter jeder Tabelle.
82.920Wohnungseinbrüche 2025 in Deutschland, Versuche eingeschlossen, nach 78.436 im Jahr davor
44,9 Prozentder Einbrüche scheiterten bundesweit, blieben also im Versuch
14,1 ProzentAufklärungsquote bundesweit, die meisten Städte in den Tabellen liegen darunter
37,8 Prozentaller Wohnungseinbrüche waren Tageswohnungseinbrüche, 31.332 Fälle
Bundeszahlen: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, polizei-beratung.de, nach der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025, abgerufen im Oktober 2026.
Wie die vier Kennzahlen zu lesen sind
In den Tabellen stehen je Stadt bis zu vier Werte. Sie sagen Verschiedenes aus, und sie werden gern verwechselt.
Fälle
Die Zahl der polizeilich erfassten Wohnungseinbrüche im Jahr 2025, Versuche eingeschlossen. Große Städte haben naturgemäß mehr Fälle, deshalb taugt dieser Wert nicht für den Vergleich zwischen Städten.
Je 100.000 Einwohner
Die Häufigkeitszahl setzt die Fälle ins Verhältnis zur Einwohnerzahl. Erst damit lassen sich Siegen und Köln vergleichen. Werte über 200 gelten in den Tabellen unten als hoch, Werte unter 100 als niedrig.
Versuchsanteil
Der Anteil der Taten, bei denen der Täter nicht in die Wohnung gelangte. Für uns die wichtigste Zahl, denn ein Versuch endet an Beschlag, Zylinder und Verankerung. Wo Fenster und Türen standhalten, bleibt es beim Versuch.
Aufklärungsquote
Der Anteil der Fälle, zu denen die Polizei mindestens einen Tatverdächtigen ermittelt hat. Aufgeklärt heißt nicht, dass das Diebesgut zurück ist oder der Schaden ersetzt wurde.
Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen zählte 2025 erstmals seit 2021 weniger Wohnungseinbrüche als im Jahr davor. Die Schadenssumme lag trotzdem bei 125,9 Millionen Euro. Die Rheinschiene bleibt der Schwerpunkt: Düsseldorf, Dortmund, Köln und Duisburg liegen alle über 200 Fällen je 100.000 Einwohner.
Quellen: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Städtetabelle T01 des Bundeskriminalamts, Fassung vom 21.04.2026, für die Städte. Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 Nordrhein-Westfalen, Ministerium des Innern NRW, für das Land.
Niedersachsen
Niedersachsen lief 2025 gegen den Trend der Nachbarländer: 782 Fälle mehr als im Jahr davor, ein Plus von 10,9 Prozent. Der Höchststand von 2016 ist damit trotzdem weit entfernt. Auffällig sind die großen Unterschiede bei der Aufklärung, von 10,9 Prozent in Hannover bis 29,2 Prozent in Oldenburg.
Quellen: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Städtetabelle T01 des Bundeskriminalamts, Fassung vom 21.04.2026, für die Städte. Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 Niedersachsen, Landespolizeipräsidium, für das Land.
Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein meldete 2025 den stärksten Rückgang der drei Flächenländer, 471 Fälle oder 15,9 Prozent weniger. 619 der Taten waren Tageswohnungseinbrüche. Für die kleineren Städte weist die Polizei keine eigene Fallzahl aus, dort steht der Kreis oder die Häufigkeitszahl.
Quellen: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Städtetabelle T01 des Bundeskriminalamts, Fassung vom 21.04.2026, für Kiel und Lübeck. Landeskriminalamt Schleswig-Holstein, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, für das Land und Flensburg. Polizeidirektion Neumünster und Polizeidirektion Bad Segeberg, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, für Neumünster und die Kreise Pinneberg und Segeberg. Leere Felder: Wert wird von der jeweiligen Stelle nicht ausgewiesen.
Hamburg und Bremen
Die beiden Stadtstaaten veröffentlichen ihre Statistik selbst. Für sie gilt die Landeszahl zugleich als Stadtzahl.
1.002 Wohnungseinbrüche in der Stadt Bremen, nach 1.202 im Jahr davor, ein Rückgang um 17 Prozent. Aufgeklärt wurden 12 Prozent, so viel wie in den zehn Jahren zuvor nicht. Fast jeder zweite Einbruch blieb im Versuch.
Der Senator für Inneres der Freien Hansestadt Bremen, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025
Was aus den Zahlen folgt
Zwei Werte wiederholen sich in jeder Tabelle. Erstens: Die Aufklärungsquote liegt in den meisten Städten zwischen 8 und 15 Prozent. Wer auf die Polizei hofft, hofft in neun von zehn Fällen vergebens. Zweitens: Zwischen 40 und 53 Prozent der Taten endeten als Versuch. Fast jeder zweite Täter scheiterte an Fenster oder Tür, bevor er in der Wohnung war.
Der Schutz, der wirkt, sitzt also am Bauteil, nicht bei der Fahndung. Nach einem Einbruch ist die überwundene Schwachstelle bekannt. Ein Bauteil im alten Zustand zu reparieren, stellt genau diese Schwachstelle wieder her.
Warum steht für Kleve, Kamp-Lintfort und Hildesheim keine Zahl?
Die Städtetabelle des Bundeskriminalamts führt nur Städte ab 100.000 Einwohnern. Für kleinere Städte zählt die zuständige Kreispolizeibehörde, und die weist ihre Fälle für den ganzen Kreis aus, nicht für die einzelne Stadt. Wir tragen keine Zahl ein, die es in der Statistik nicht gibt.
Ist ein Versuch auch ein Einbruch?
In der Kriminalstatistik ja. Jeder erfasste Fall zählt, ob der Täter hineinkam oder nicht. Der Versuchsanteil gibt an, wie viele dieser Fälle an Fenster oder Tür scheiterten.
Was bedeutet Tageswohnungseinbruch?
Als Tageswohnungseinbruch zählt die Polizei Wohnungseinbrüche mit einer Tatzeit zwischen 6 und 21 Uhr. Bundesweit waren das 2025 31.332 Fälle, also 37,8 Prozent aller Wohnungseinbrüche. Schleswig-Holstein weist die Zahl für das Land eigens aus: 619 der 2.486 Fälle. Die Vorstellung, dass nur nachts eingebrochen wird, trifft nicht zu. Die Polizei nennt als typische Zeiten die Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, den frühen Abend und die Wochenenden.
Warum stimmen die Zahlen nicht mit anderen Webseiten überein?
Meist, weil dort ein anderes Jahr steht. Suchmaschinen liefern oft noch die Statistik des Vorjahres, und viele Ratgeber werden nicht nachgepflegt. Alle Werte auf dieser Seite beziehen sich auf das Berichtsjahr 2025, die Fassung der Quelle steht jeweils dabei.
Wann werden die Zahlen aktualisiert?
Die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2026 erscheint im Frühjahr 2027, die Länder veröffentlichen zwischen Februar und April. Wir ziehen die Tabellen und die 29 Stadtseiten dann nach.
Quellen
Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Bundeszahlen zum Wohnungseinbruch 2025, polizei-beratung.de
Bundeskriminalamt, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Städtetabelle T01 (Städte ab 100.000 Einwohnern), Fassung vom 21.04.2026, bka.de
Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, im.nrw
Landeskriminalamt Schleswig-Holstein, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, dazu die Berichte der Polizeidirektionen Neumünster und Bad Segeberg
Behörde für Inneres und Sport der Freien und Hansestadt Hamburg, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025
Der Senator für Inneres der Freien Hansestadt Bremen, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025
Alle Angaben beziehen sich auf das Berichtsjahr 2025. Die Einzelnachweise je Stadt stehen auf der jeweiligen Stadtseite. Stand dieser Seite: Oktober 2026.
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